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	<description>foraus - Forum Aussenpolitik - Forum de politique étrangère</description>
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		<title>Stärkung der Demokratie? Auswirkungen der Initiative „Staatsverträge vors Volk“</title>
		<link>http://www.forausblog.ch/starkung-der-demokratie-auswirkungen-der-initiative-%e2%80%9estaatsvertrage-vors-volk/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Volksinitiativen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Simon Haefeli &#8211; Nachdem im letzten Blogbeitrag die Bestimmungen der Initiative kommentiert wurden, wird hier auf die Auswirkungen der Annahme eingegangen. Die Autoren bef&#252;rchten, dass&#160; die Schweiz aussenpolitischen Handlungsspielraum preisgibt und dass eine St&#228;rkung der Demokratie dagegen nicht erfolgen &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/starkung-der-demokratie-auswirkungen-der-initiative-%e2%80%9estaatsvertrage-vors-volk/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
	<em>Von Simon Haefeli </em>&ndash; <strong>Nachdem im <a href="http://www.forausblog.ch/politische-grabenkampfe-statt-rechtsanwendung-interpretation-zu-%E2%80%9Estaatsvertrage-vors-volk/#.T7N1csWhm70">letzten Blogbeitrag</a> die Bestimmungen der Initiative kommentiert wurden, wird hier auf die Auswirkungen der Annahme eingegangen. Die Autoren bef&uuml;rchten, dass&nbsp; die Schweiz aussenpolitischen Handlungsspielraum preisgibt und dass eine St&auml;rkung der Demokratie dagegen nicht erfolgen w&uuml;rde. (Blogserie Teil 2)</strong><span id="more-1560"></span>
</p>
<p>
	Die Initianten gehen davon aus, dass Staatsvertr&auml;ge heute demokratisch nicht legitimiert seien. Das ist falsch: Das demokratisch gew&auml;hlte Parlament genehmigt j&auml;hrlich rund 500 Staatsvertr&auml;ge. Von diesen unterstehen die wichtigen Vertr&auml;ge bereits dem fakultativen Referendum. Seit Einf&uuml;hrung des Staatsvertragsreferendums 1921 wurde nur zehnmal das Referendum ergriffen &ndash; bei 296 M&ouml;glichkeiten. Nur zwei Staatsvertr&auml;ge wurden abgelehnt: Der letzte im Jahre 1976, ein Darlehen von 200 Mio. Franken an die internationale Entwicklungsorganisation.
</p>
<p>
	Das fakultative Referendum hat eine wichtige Funktion: Die Mitsprache des Volkes in der Aussenpolitik ist ein Kontrollinstrument &uuml;ber das Parlament und den Bundesrat. Und wie die Geschichte zeigt: Es f&uuml;hrt auch zu einer grossen Akzeptanz der Staatsvertr&auml;ge.
</p>
<p>
	<strong>Folgen einer Annahme</strong>
</p>
<p>
	Weil in den letzten Jahren vermehrt die Erkenntnis gereift ist, dass Probleme multilateral gel&ouml;st werden m&uuml;ssen, werden auch immer h&auml;ufiger multilaterale Staatsvertr&auml;ge abgeschlossen. Diese unterliegen bei Annahme der Initiative dem obligatorischen Referendum, wenn sie einen wichtigen Bereich betreffen; dieser kann unterschiedlich interpretiert werden (siehe dazu Beitrag Nr. 1).
</p>
<p>
	Die Folge ist, dass sich die Auswirkung&nbsp; der Initiative nur schwierig einsch&auml;tzen l&auml;sst: Der Bundesrat geht von einer Zunahme der Abstimmungen von 30&nbsp;Prozent aus, was drei bis vier zus&auml;tzlichen Abstimmungen pro Jahr entspricht; die Autoren des <em>foraus</em>-Diskussionspapiers von acht zus&auml;tzlichen Abstimmungen. Nach zwei Studien der economiesuisse w&uuml;rde es sich sogar um neun zus&auml;tzliche Abstimmungen handeln.<div id="attachment_1537" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/Staatsvertr%C3%A4ge-vors-Volk.jpg" alt="Mehr Unsicherheit statt mehr Demokratie? Die Einreichung der Initiative (August 2009; &copy; Tagesanzeiger.ch)" title="Mehr Unsicherheit statt mehr Demokratie? Die Einreichung der Initiative (August 2009; &copy; Tagesanzeiger.ch)" class="size-full wp-image-1537 wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter" height="426" width="640" /><p class="wp-caption-text">Mehr Unsicherheit statt mehr Demokratie? Die Einreichung der Initiative (August 2009; &copy; Tagesanzeiger.ch)</p></div>
</p>
<p>
	<strong>Aussenpolitischer Handlungsspielraum</strong>
</p>
<p>
	In beiden F&auml;llen w&uuml;rde der Handlungsspielraum der schweizerischen Verhandlungsdelegationen stark eingeschr&auml;nkt. Diese handeln gleichsam als Vertreter des Volkes und der St&auml;nde. Sie schliessen Vertr&auml;ge mit einem Genehmigungsvorbehalt zugunsten derselben ab. Insbesondere in multilateralen Verhandlungen k&ouml;nnen sich aber diejenigen L&auml;nder am besten einbringen, f&uuml;r welche die Vertr&auml;ge von Beginn weg Geltung haben. Mit dem fakultativen Referendum besteht in der Schweiz zwar bereits eine gewisse Verz&ouml;gerung in der Genehmigung von Staatsvertr&auml;gen.
</p>
<p>
	Die Unsicherheit &uuml;ber die Verbindlichkeit des Handelns der Verhandlungsdelegationen ist aber klein: Dank dem massvollen Umgang mit dem Volksrecht des fakultativen Referendums werden die Verhandlungsdelegationen als Vertreter der Schweiz wahrgenommen. Mit dem gem&auml;ss den Initianten einzuf&uuml;hrenden obligatorischen Referendum w&uuml;rde sich dies &auml;ndern &ndash; die Unsicherheit &uuml;ber die Verbindlichkeit der Zusagen der Schweiz w&uuml;rde die Verhandlungsdelegationen zu einflusslosen Marionetten degradieren. Dementsprechend w&uuml;rden sie nicht mehr ernstgenommen und k&ouml;nnten die Schweizer Interessen nicht mehr wirksam vertreten.
</p>
<p>
	<strong>Demokratischer Gewinn?</strong>
</p>
<p>
	Dieser Schw&auml;chung steht das Argument gegen&uuml;ber, die Demokratie w&uuml;rde gest&auml;rkt. Das obligatorische Referendum st&auml;rkt aber insbesondere den F&ouml;deralismus, und nicht die Demokratie. Da beim obligatorischen Referendum auch die St&auml;nde zustimmen m&uuml;ssen, haben die Bewohner der Kleinkantone ein &uuml;berproportionales Stimmgewicht &ndash; im Vergleich zwischen Appenzell und Z&uuml;rich ein rund 60-faches. Diese Kr&auml;fteverh&auml;ltnis war zur Zeit der Entstehung der Schweiz wohl gerechtfertigt, in der Aussenpolitik scheint sie aber fehl am Platz. Denn die kleinen Kantone werden durch Staatsvertr&auml;ge nicht st&auml;rker betroffen als die grossen.
</p>
<p>
	Dass bei knapp 300 M&ouml;glichkeiten nur zwei Vertr&auml;ge abgelehnt worden sind, zeigt: Das Volk ist in den meisten F&auml;llen mit den abgeschlossenen Staatsvertr&auml;gen einverstanden. Die Einf&uuml;hrung des obligatorischen Referendums ist damit einerseits unn&ouml;tig, andererseits st&auml;rkte es den F&ouml;deralismus in einem Bereich, der diese St&auml;rkung nicht rechtfertigt. Auf der anderen Seite steht f&uuml;r die Schweiz ihre Glaubw&uuml;rdigkeit als Verhandlungspartner in multilateralen Verhandlungen auf dem Spiel. Aus diesen Gr&uuml;nden sprechen sich die Autoren f&uuml;r eine Ablehnung der Initiative aus.
</p>
<p>
	<em>lic. iur. Simon Haefeli (28) ist Jurist und Vorstandsmitglied von foraus sowie Mitverfasser der foraus-Studie zur Initiative.</em>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren/innen zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Die hier ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge sind pers&ouml;nliche Stellungsnahmen der Autoren/innen. Sie entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Politische Grabenkämpfe statt Rechtsanwendung: Interpretation zu „Staatsverträge vors Volk“</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Volksinitiativen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Simon Haefeli &#8211; Rechtzeitig zum Start des neuen Abstimmungskampfes ist das foraus-Diskussionspapier zur AUNS-Initiative &#8222;Staatsvertr&#228;ge vors Volk&#8220; erschienen. Die Initiative will verschiedene Staatsvertr&#228;ge dem obligatorischen Referendum unterstellen. Die Autoren sehen bei der Interpretation des Initiativtexts grosse Unsicherheiten. Dies d&#252;rfte &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/politische-grabenkampfe-statt-rechtsanwendung-interpretation-zu-%e2%80%9estaatsvertrage-vors-volk/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
	<em>Von Simon Haefeli </em>&ndash; <strong>Rechtzeitig zum Start des neuen Abstimmungskampfes ist das foraus-Diskussionspapier zur AUNS-Initiative &bdquo;Staatsvertr&auml;ge vors Volk&ldquo; erschienen. Die Initiative will verschiedene Staatsvertr&auml;ge dem obligatorischen Referendum unterstellen. Die Autoren sehen bei der Interpretation des Initiativtexts grosse Unsicherheiten. Dies d&uuml;rfte dazu f&uuml;hren, dass die Entscheidung, welche Staatsvertr&auml;ge zur Abstimmung gelangen, vorab durch (partei)politische Interessen bestimmt w&auml;re. </strong><span id="more-1522"></span>
</p>
<p>
	Die Initianten bezwecken mit der Initiative eine Mitsprache von Volk und St&auml;nden in der Aussenpolitik. Nach dem Initiativtext w&uuml;rden Staatsvertr&auml;ge dem obligatorischen Referendum unterliegen, die
</p>
<ul>
<li>
		eine multilaterale Rechtsvereinheitlichung in wichtigen Bereichen herbeif&uuml;hren,
	</li>
<li>
		die Schweiz verpflichten, zuk&uuml;nftige rechtsetzende Bestimmungen in wichtigen Bereichen zu &uuml;bernehmen,
	</li>
<li>
		Rechtsprechungszust&auml;ndigkeiten in wichtigen Bereichen an ausl&auml;ndische oder internationale Institutionen &uuml;bertragen,
	</li>
<li>
		neue einmalige Ausgaben von mehr als 1 Milliarde Franken oder neue wiederkehrende Ausgaben von mehr als 100 Millionen Franken nach sich ziehen.
	</li>
</ul>
<p>
	<strong>Fehlinformation der Initianten</strong>
</p>
<p>
	Die Darlegungen der Initianten bez&uuml;glich der exakten Interpretation dieser Kriterien sind wenig erhellend. Nach ihnen w&auml;re etwa die Ostmilliarde unter die durch die Initiative erwirkte Abstimmungspflicht gefallen, ebenso s&auml;mtliche Doppelbesteuerungsabkommen. Auch &uuml;ber alle bilateralen Abkommen m&uuml;sste abgestimmt werden.
</p>
<p>
	Bei der Ostmilliarde handelte es sich aber nicht um einen Staatsvertrag, sondern um ein Gesetz. Die Doppelbesteuerungsabkommen sind bilateral und sehen keine dynamische Rechts&uuml;bernahme vor &ndash; sie fallen also nur unter den Initiativtext, wenn sie Rechtsprechungszust&auml;ndigkeiten in wichtigen Bereichen an internationale oder ausl&auml;ndische Institutionen &uuml;bertragen. Einige Doppelbesteuerungsabkommen, etwa jenes mit den USA, sehen ein Schiedsgericht vor. Dieses w&uuml;rde aber ad-hoc gebildet und ist wohl nicht als Institution anzusehen, da der Begriff Institution eine gewisse Dauerhaftigkeit impliziert. Und bei Vertr&auml;gen mit der EU ist noch immer umstritten, ob diese als multilateral oder bilateral angesehen werden m&uuml;ssen, insbesondere nachdem der Konstitutionalisierungsprozess der EU mit den Vertr&auml;gen von Lissabon weiter vorangeschritten ist.<div id="attachment_1537" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/Staatsvertr%C3%A4ge-vors-Volk.jpg" alt="Mehr Unsicherheit statt mehr Demokratie? Die Einreichung der Initiative (August 2009; &copy; Tagesanzeiger.ch)" title="Mehr Unsicherheit statt mehr Demokratie? Die Einreichung der Initiative (August 2009; &copy; Tagesanzeiger.ch)" class="size-full wp-image-1537 wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter" height="426" width="640" /><p class="wp-caption-text">Mehr Unsicherheit statt mehr Demokratie? Die Einreichung der Initiative (August 2009; &copy; Tagesanzeiger.ch)</p></div>
</p>
<p>
	<strong>Multilateralismus als sachliches Kriterium</strong>
</p>
<p>
	Die in ihrer Auswirkung relevanteste Bestimmung ist das obligatorische Referendum f&uuml;r Staatsvertr&auml;ge, die eine multilaterale Rechtsvereinheitlichung in wichtigen Bereichen vorsehen. Das Kriterium der multilateralen Rechtsvereinheitlichung wurde 2003 in einer Volksabstimmung aus der Verfassung gestrichen, weil wichtige bilaterale Vertr&auml;ge nicht erfasst wurden, dagegen aber viele unumstrittene, technische Vertr&auml;ge darunter fielen. Auch heute gibt es keinen Grund, weshalb ein Staatsvertrag mit vielen Staaten eher zur Abstimmung gelangen sollte als ein Staatsvertrag mit nur einem Staat.
</p>
<p>
	<strong>Der wichtige Bereich </strong>
</p>
<p>
	Eine weitere grosse Unsicherheit steckt im Begriff des &bdquo;wichtigen Bereichs&ldquo; &ndash; einer verfassungsrechtlichen Neusch&ouml;pfung. In seiner Einsch&auml;tzung geht der Bundesrat davon aus, dass das Parlament, welches weiterhin dar&uuml;ber entscheiden w&uuml;rde, ob ein Staatsvertrag einem Referendum unterliegt, mit einer neuen Praxis den &bdquo;wichtigen Bereich&ldquo; konkretisierte. Die Autoren des Diskussionspapiers erwarten dagegen, dass sich das Parlament an der bisherigen Praxis zum fakultativen Staatsvertragsreferendum orientieren w&uuml;rde, wonach Staatsvertr&auml;ge dem fakultativen Referendum unterliegen, wenn sie &bdquo;wichtige rechtsetzende Bestimmungen enthalten oder [ihre] Umsetzung den Erlass von Bundesgesetzen erfordert.&ldquo;
</p>
<p>
	Die Formulierung der Initiative birgt insgesamt einen zu grossen Interpretationsspielraum. Dies f&uuml;hrte vermehrt zu politischen Grabenk&auml;mpfen im Parlament &ndash; in einem Fall, in welchem es eigentlich nur Recht anwenden sollte. Zudem f&uuml;hrt die Initiative Kriterien ein, die keine sachliche Entscheidungsgrundlage daf&uuml;r bieten, ob ein Staatsvertrag Volk und St&auml;nden zur Abstimmung unterbreitet werden soll.
</p>
<p>
	<em>lic. iur. Simon Haefeli (28) ist Jurist und Vorstandsmitglied von foraus sowie Mitverfasser der foraus-Studie zur Initiative.</em>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren/innen zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Die hier ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge sind pers&ouml;nliche Stellungsnahmen der Autoren/innen. Sie entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Aussenpolitische Neuorientierung: Ägyptens Abwendung von Israel</title>
		<link>http://www.forausblog.ch/aussenpolitische-neuorientierung-agyptens-abwendung-von-israel/</link>
		<comments>http://www.forausblog.ch/aussenpolitische-neuorientierung-agyptens-abwendung-von-israel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 07:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Rashid Abed &#8211; Das Resultat der &#228;gyptischen Parlamentswahlen st&#228;rkt die islamischen Kr&#228;fte, was in Israel und dem Westen die Nervosit&#228;t steigert. Welche Auswirkungen auf die Beziehungen zu Israel wird die weitere Entwicklung der Revolution in &#196;gypten darauf haben? 1979 &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/aussenpolitische-neuorientierung-agyptens-abwendung-von-israel/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em>Von Rashid Abed &ndash; </em><strong>Das Resultat der &auml;gyptischen Parlamentswahlen st&auml;rkt die islamischen Kr&auml;fte, was in Israel und dem Westen die Nervosit&auml;t steigert. Welche Auswirkungen auf die Beziehungen zu Israel wird die weitere Entwicklung der Revolution in &Auml;gypten darauf haben?</strong><span id="more-1512"></span></p>
<p style="text-align: justify; ">
	1979 schlossen Israel und &Auml;gypten einen Friedensvertrag. W&auml;hrend der darauf folgenden, drei Jahrzehnte dauernden Herrschaft Mubaraks, wurden antiisraelische Proteste rigoros unterbunden. Sowohl wirtschaftlich wie sicherheitspolitisch verstand sich &Auml;gypten unter Mubarak als Teil der Pax Americana. Eine starke Ber&uuml;cksichtigung israelischer Interessen war ein Merkmal dieser strategischen Ausrichtung. Nach der &auml;gyptischen Revolution von 2011 wurden in &Auml;gypten vermehrt Forderungen nach einer Aufk&uuml;ndigung des Abkommens erhoben.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<strong>Ernste diplomatische Verstimmungen</strong>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Die &auml;gyptisch-israelischen Beziehungen ver&auml;ndern sich gegen&uuml;ber der &Auml;ra Mubarak tiefgreifend. Dies zeigte sich etwa am Fall der f&uuml;nf get&ouml;teten &auml;gyptischen Grenzsoldaten im August 2011. Die &Uuml;bergangsregierung warf Israel vor, den Friedensvertrag gebrochen zu haben. Ungew&ouml;hnlich rasch erfolgte die Entschuldigung des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak. Als Antwort gab die &auml;gyptische F&uuml;hrung bekannt, dass ihr diese Entschuldigung nicht ausreiche.&nbsp;
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Auf den Strassen Kairos war die Stimmung &auml;hnlich. Die wochenlangen Proteste schaukelten sich hoch und f&uuml;hrten im September zu einem Angriff w&uuml;tender Demonstranten auf die israelische Botschaft. Der Botschafter war gezwungen zu fliehen.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Seither versucht sein Nachfolger ein neues Domizil zu finden, das den gestiegenen Sicherheitsanforderungen gen&uuml;gt. Bisher ohne Erfolg. Unklar ist, ob das Unterfangen misslingt, weil die jeweiligen Eigent&uuml;mer einer potentiellen Botschaft den Verkauf verweigern, oder ob politischer Druck der &Uuml;bergangsregierung dahinter steckt.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<strong>Unerf&uuml;llte israelische W&uuml;nsche</strong>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Auch in wirtschaftlicher Hinsicht gibt es diverse Anzeichen f&uuml;r eine Verschlechterung der bilateralen Beziehungen. Das zeigt beispielsweise der Bau einer 32 Kilometer langen Br&uuml;cke, welche k&uuml;nftig Saudi-Arabien und &Auml;gypten miteinander verbinden soll. Die Idee f&uuml;r das Bauprojekt existiert seit &uuml;ber zwanzig Jahren. Doch Israel hatte stets sein Veto eingelegt, welches von Hosni Mubarak ber&uuml;cksichtigt wurde. Nach der Revolution ist das anders. Im Juli 2011 hat das &auml;gyptische Verkehrsministerium das 5-Milliarden-Euro-Projekt genehmigt. Die W&uuml;nsche des n&ouml;rdlichen Nachbarn spielten keine Rolle mehr.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<img alt="" src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/APTOPIX_Mideast_Egypt_0204db.jpg" />
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em>Diplomatische Beziehungen unter dem Druck der Strasse: Demonstranten st&uuml;rmen die Israelische Botschaft in Kairo (September 2011, Bild: &copy; Washington Post).&nbsp;</em>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Ein anderes Beispiel ist der Lieferstopp von &auml;gyptischem Erdgas an Israel. Der 2005 &uuml;ber die East Mediterranean Gas Company ausgehandelte Liefervertrag sah Erdgaslieferungen zu Preisen unter dem Weltmarktniveau vor. Die &auml;gyptische Ministerin f&uuml;r internationale Zusammenarbeit lud Israel dazu ein, den Vertrag neu zu verhandeln. Die &auml;gyptische Politik kommt damit einem un&uuml;bersehbaren Druck der Strasse nach. Schliesslich haben seit Mubaraks Absetzung Unbekannte mehr als ein Dutzend Sabotageakte gegen die Erdgaspipeline auf dem Sinai ver&uuml;bt.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<strong>Was geschieht nach den Wahlen?</strong>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Viel h&auml;ngt davon ab, wie &Auml;gypten sich politisch neu ordnen wird. Die Parlamentswahlen haben die islamischen Kr&auml;fte in &Auml;gypten klar gest&auml;rkt. Der politische Arm der Muslimbruderschaft kam auf 45.7 Prozent, die salafistische &bdquo;Partei des Lichts&ldquo; auf 24.6 Prozent. Bei den ab dem 23. Mai angesetzten Pr&auml;sidentschaftswahlen besteht die M&ouml;glichkeit, dass ebenfalls jemand aus dem islamischen Lager das Rennen machen wird. Doch wird der Milit&auml;rrat, der seit Mubaraks R&uuml;cktritt die politische Kontrolle in &Auml;gypten aus&uuml;bt, seine Macht tats&auml;chlich an die Muslimbr&uuml;der abtreten? Das ist im Moment ebenso unsicher wie die Frage, ob die &Uuml;bergangsregierung die geplanten Pr&auml;sidentschaftswahlen abhalten lassen wird.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Eines jedoch ist klar: Die Zeiten der Vorzugsbehandlung in der &auml;gyptischen Politik sind f&uuml;r Israel zu Ende. Wer auch immer in Zukunft die &auml;gyptische Politik lenkt, wird eine verst&auml;rkte Ausrichtung auf die &uuml;brige arabische Welt vorantreiben. Dem erw&auml;hnten Br&uuml;ckenschlag nach Saudi Arabien kommt dadurch auch eine grosse symbolische Bedeutung zu. Bisher mussten &auml;gyptische Pilger auf ihrer Hadsch ins saudische Mekka das s&uuml;dliche Israel durchqueren, wenn sie nicht den Seeweg w&auml;hlen wollten. Mit der neuen Br&uuml;cke ist dies &uuml;berholt.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Wie wird sich &Auml;gypten nach dem arabischen Fr&uuml;hling positionieren? Wird das Land die F&uuml;hrungsrolle in der arabischen Welt zur&uuml;ckerobern, welche es in den Tagen Nassers inne hatte oder wird es sich den finanzstarken Saudis ann&auml;hern? Oder ist vielleicht doch eine Erholung der Beziehungen zu den USA und Israel denkbar?
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em>Rashid Abed (30), studiert zurzeit auf dem zweiten Bildungsweg Soziologie und Geschichte an der Universit&auml;t Basel und ist Mitglied der foraus-Arbeitsgruppe Entwicklung und Zusammenarbeit.&nbsp;</em>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren/innen zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Die hier ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge sind pers&ouml;nliche Stellungsnahmen der Autoren/innen. Sie entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.</em>
</p>
<p>
	&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>La Pologne: un partenaire à ne pas rebuter</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 07:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Libre Circulation]]></category>
		<category><![CDATA[Pologne]]></category>

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		<description><![CDATA[De Laura Rutishauser &#8211; Avec l&#8217;activation de la clause de sauvegarde, la Suisse a heurt&#233; la Pologne. Pourtant, elle aurait tout int&#233;r&#234;t &#224; intensifier ses relations avec ce pays&#160;: son importance croissante au sein de l&#8217;Union europ&#233;enne et son r&#244;le &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/la-pologne-un-partenaire-a-ne-pas-rebuter/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
	<em>De Laura Rutishauser &ndash;</em> <strong>Avec l&rsquo;activation de la clause de sauvegarde, la Suisse a heurt&eacute; la Pologne. Pourtant, elle aurait tout int&eacute;r&ecirc;t &agrave; intensifier ses relations avec ce pays&nbsp;: son importance croissante au sein de l&rsquo;Union europ&eacute;enne et son r&ocirc;le face aux pays de l&rsquo;Est en sont les principaux arguments</strong>.<span id="more-1472"></span>
</p>
<p>
	Ces derniers temps, la Suisse et la Pologne semblent s&rsquo;entendre de mieux en mieux&nbsp;: ils veulent se partager le si&egrave;ge au conseil d&rsquo;administration du FMI, et deux ministres suisses ont ou vont visiter la Pologne cette ann&eacute;e. Juste au moment o&ugrave; la Suisse accorde enfin plus d&rsquo;importance &agrave; ce pays, le Conseil f&eacute;d&eacute;ral a pourtant d&eacute;cid&eacute; d&rsquo;activer la clause de sauvegarde, cherchant &agrave; limiter l&rsquo;arriv&eacute;e de travailleurs des 8 pays entr&eacute;s dans l&rsquo;Union en 2004, dont la Pologne. Avec cette mesure, le nombre de travailleurs en provenance de ces 8 pays serait r&eacute;duit d&rsquo;environ 4000 personnes, de 6000 &agrave; 2000. Les r&eacute;actions de la Pologne &agrave; cette mesure n&rsquo;ont pas tard&eacute;, et force est de constater que les relations bilat&eacute;rales entre la Pologne et la Suisse en sortent affaiblies.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Pourtant, la Suisse devrait tout faire pour am&eacute;liorer ses relations avec la Pologne, leader naturel de l&rsquo;EU-8. Dans le domaine des relations &eacute;conomiques, son potentiel a d&eacute;j&agrave; &eacute;t&eacute; reconnu : l&rsquo;un des 18 Swiss Business Hubs y a &eacute;t&eacute; install&eacute;. En effet, la Suisse a un bilan de paiement positif de 700 millions avec ce pays de 38 millions habitants, unique pays de l&rsquo;Union europ&eacute;enne n&rsquo;ayant pas connu la r&eacute;cession pendant ces r&eacute;centes ann&eacute;es de crise. La Suisse investit aussi en Pologne&nbsp;: l&rsquo;&eacute;tat des investissements directs en fin de l&rsquo;ann&eacute;e 2010 &eacute;tait &agrave; 5.3 milliards, <ins cite="mailto:Giorgio%20Rutishauser" datetime="2012-04-29T19:47"><a href="http://www.snb.ch/fr/iabout/stat/statpub/fdi/stats/fdi">selon les chiffres de la BNS</a></ins>. Mais on devrait investir davantage, non pas en monnaie, mais en relations bilat&eacute;rales.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<strong>Un partenaire parfait dans l&rsquo;Europe</strong>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	La strat&eacute;gie de politique &eacute;trang&egrave;re 2012 &agrave; 2015, en ce moment en consultation aupr&egrave;s des Commissions de politique ext&eacute;rieure, demande &agrave; ce que la Suisse renforce ses relations avec ses voisins en particulier, et l&rsquo;Union europ&eacute;enne en g&eacute;n&eacute;ral. <a href="http://www.eda.admin.ch/eda/fr/home/recent/media/single.html?id=43616">Selon ce document</a>, la politique &eacute;trang&egrave;re suisse devrait aussi viser &agrave; renforcer la stabilit&eacute; en Europe. La Pologne semble un parfait partenaire pour r&eacute;aliser ces objectifs.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<img alt="" src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/Warschau_Laura_Rutishauser-.jpg" style="width: 450px; height: 338px; " />
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em>I</em><em>ci grandit un partenaire potentiel</em>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Tout d&rsquo;abord, la Pologne a r&eacute;ussi &agrave; montrer du leadership en assumant la Pr&eacute;sidence de l&rsquo;UE entre juillet et d&eacute;cembre 2011. En cette p&eacute;riode particuli&egrave;rement difficile pour l&rsquo;Union, elle a entre autres fait aboutir les n&eacute;gociations d&rsquo;adh&eacute;sion avec la Croatie. En plus, les relations entre la Pologne et la Russie se sont am&eacute;lior&eacute;es r&eacute;cemment, et certains observateurs parlent aussi d&rsquo;un renforcement des relations entre la Pologne, la France et l&rsquo;Allemagne au sein du &laquo;&nbsp;<a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/Triangle_de_Weimar">Triangle de Weimar&nbsp;</a>&raquo;. La Pologne&nbsp;entretient par ailleurs des bonnes relations avec les pays de l&rsquo;Est limitrophes &agrave; l&rsquo;UE, telle que l&rsquo;Ukraine ou la Moldavie, et les Etats du Caucase. Ces relations sont importantes pour des questions de stabilit&eacute; politique, et pour l&rsquo;ind&eacute;pendance &eacute;nerg&eacute;tique de l&rsquo;Europe, questions auxquelles la Suisse souhaite s&rsquo;associer.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<strong>Convergence d&rsquo;int&eacute;r&ecirc;ts</strong>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Deux points suppl&eacute;mentaires pour souligner l&rsquo;importance de relations fortes entre la Suisse et la Pologne&nbsp;: la Pologne est un des membres de l&nbsp;&lsquo;UE qui n&rsquo;a pas introduit l&rsquo;Euro, il peut donc y avoir l&agrave; encore convergence d&rsquo;int&eacute;r&ecirc;ts s&rsquo;agissant de la politique mon&eacute;taire de la Banque centrale europ&eacute;enne. Finalement, la Pologne et la Suisse peuvent &ecirc;tre des partenaires compl&eacute;mentaires dans leurs efforts vers plus de d&eacute;mocratie&nbsp;: la Pologne apportant son exp&eacute;rience unique de transition d&eacute;mocratique, et la Suisse &eacute;tant une d&eacute;mocratie tr&egrave;s exp&eacute;riment&eacute;e.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Vu ces faits, la Suisse a tout int&eacute;r&ecirc;t &agrave; s&rsquo;allier davantage &agrave; la Pologne. Elle pourrait devenir un important partenaire qui soutient la Suisse dans les n&eacute;gociations avec l&rsquo;Union europ&eacute;enne dans son ensemble, et avec l&rsquo;Allemagne et la France en particulier. Avec l&rsquo;activation de la clause de sauvegarde, la Suisse risque pourtant de perdre cette importante opportunit&eacute;.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<strong>Une mesure symbolique</strong>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Car force est de constater, comme <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/bundesrat-soll-einmal-die-zahlen-anschauen_1.16550549.html">l&rsquo;a fait l&rsquo;ambassadeur polonais</a>, que l&rsquo;activation de la clause de sauvegarde est un acte purement politique, voire m&ecirc;me symbolique.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Est-ce que les 4000 personnes qui ne viendront plus travailler dans notre pays prennent des emplois aux Suisses&nbsp;? On a du mal &agrave; le croire, puisque notre taux de ch&ocirc;mage est l&rsquo;un des plus bas en Europe, et de surcro&icirc;t ces travailleuses et travailleurs sont surtout embauch&eacute;s dans l&rsquo;agriculture, l&rsquo;h&ocirc;tellerie ou encore les soins, domaines o&ugrave; les employeurs peinent &agrave; trouver des gens qualifi&eacute;s sur le march&eacute; suisse.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	Pour revenir au cas de la Pologne, l&rsquo;immigration en provenance de ce pays ne devrait de toute mani&egrave;re pas atteindre, dans les deux ann&eacute;es prochaines, le seuil du contingent maintenant &eacute;tabli. Dans les faits, l&rsquo;activation de la close de sauvegarde ne change donc rien pour la Pologne. Toujours est-il que cet acte qui cherche &agrave; apaiser l&rsquo;&eacute;lectorat suisse rev&ecirc;t une symbolique forte bien remarqu&eacute;e aussi en Pologne. Non seulement la Suisse met ainsi en question deux principes fondamentaux de l&rsquo;Union &ndash; le traitement &eacute;gal de tous les Etats membres et la libre circulation des personnes &ndash; mais la Suisse envoie aussi un signal clair qu&rsquo;elle ne veut pas accueillir plus de travailleurs polonais, alors que ceux-ci contribuent &agrave; notre &eacute;conomie.
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	La politique &eacute;lectoraliste, nuirait-elle ainsi une fois de plus &agrave; nos int&eacute;r&ecirc;ts &agrave; long terme en politique ext&eacute;rieure&nbsp;?
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em>Laura Rutishauser (26) est membre du groupe de travail migration. Elle vit &agrave; Gen&egrave;ve, apr&egrave;s avoir compl&eacute;t&eacute; un MSc en Politique Compar&eacute;e &agrave; la London School of Economics.</em>
</p>
<p style="text-align: justify; ">
	<em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; "><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; 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border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">Le blog de&nbsp;</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">foraus</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">&nbsp;est un forum mis &agrave; disposition tant des membres de&nbsp;</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">foraus</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">&nbsp;que d&rsquo;auteur-e-s invit&eacute;-e-s. Les contributions publi&eacute;es ici repr&eacute;sentent les opinions de leurs auteur-e-s. Elles ne refl&egrave;tent pas n&eacute;cessairement l&rsquo;avis de la r&eacute;daction ou de l&rsquo;association&nbsp; foraus.</em></em></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reform des EGMR: Der Europarat auf Abwegen</title>
		<link>http://www.forausblog.ch/reform-des-egmr-der-europarat-auf-abwegen/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 00:49:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Volksinitiativen]]></category>
		<category><![CDATA[EMRK]]></category>

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		<description><![CDATA[Von David Suter &#8211; Der 2010 angestossene &#171;Interlaken Prozess&#187; ging im April unter britischem Patronat in die dritte Runde. Die Cameron-Regierung nutzte die Konferenz in Brighton f&#252;r einen Frontalangriff auf das System des europ&#228;ischen Menschenrechtsschutzes. Das Ministerkomitee des Europarates liess &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/reform-des-egmr-der-europarat-auf-abwegen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
	<em>Von David Suter</em> &#8211; <strong>Der 2010 angestossene &laquo;Interlaken Prozess&raquo; ging im April unter britischem Patronat in die dritte Runde. Die Cameron-Regierung nutzte die Konferenz in Brighton f&uuml;r einen Frontalangriff auf das System des europ&auml;ischen Menschenrechtsschutzes. Das <a href="http://www.humanrights.ch/de/Instrumente/Europa/Europarat/index.html">Ministerkomitee des Europarates</a> liess die Attacke ins Leere laufen, am eingeschlagenen falschen Weg h&auml;lt es aber fest.</strong><span id="more-1396"></span>
</p>
<p>
	Die <a href="http://www.coe.int/t/dgi/brighton-conference/default_en.asp">Konferenz</a> des Ministerkomitees in Brigthon/UK im April 2012 war die Fortsetzung des &laquo;<a href="http://www.coe.int/t/dghl/monitoring/execution/themes/interlaken/index_EN.asp">Interlaken-Prozess</a>es&raquo;, wie er 2010 unter Schweizer Schirmherrschaft initiiert worden war. In einem &laquo;<a href="http://www.eda.admin.ch/etc/medialib/downloads/edazen/topics/europa/euroc.Par.0133.File.tmp/final_en.pdf">Action Plan</a>&raquo;, der sich gleichermassen an die Europarats-Mitgliedstaaten, das Ministerkomitee und den Gerichtshof richtete, wurden damals Massnahmen beschlossen, um der steigenden Beschwerdeflut Herr zu werden. Neben dem formalen Bekenntnis, dass die Staaten die prim&auml;ren Garanten der Menschenrechte sind und dass das Recht auf berechtige Individualbeschwerde nicht beschnitten werden sollte, wurde dem EGMR auch ins Stammbuch geschrieben, dass er &laquo;kein Gericht vierter Instanz&raquo; sei und dass ihm nur eine &laquo;subsidi&auml;re Rolle&raquo; bei Interpretation und Anwendung der Konvention zukomme. In der &laquo;<a href="http://www.coe.int/t/dghl/monitoring/execution/themes/interlaken/index_EN.asp">Izmir-Deklaration</a>&raquo; von 2011 mahnten die Minister zu mehr Zur&uuml;ckhaltung des EGMR bei der Anordnung vorsorglicher Massnahmen in Ausweisungsf&auml;llen.
</p>
<p>
	<strong>Die L&ouml;sung l&auml;ge in den Mitgliedstaaten</strong>
</p>
<p>
	Der Reformprozess fusste damit von Anfang an auf einer falschen Grundlage, indem er implizit den Gerichtshof f&uuml;r die Beschwerdeflut mitverantwortlich machte und dadurch die Diskussion um wirkliche L&ouml;sungen &ndash; verbesserte Umsetzung der EMRK und der EGMR-Urteile auf nationaler Ebene, Erh&ouml;hung des EGMR-Etats &ndash; verunm&ouml;glichte. Bei dieser Ausgangslage wurde der n&auml;chste Reformschritt unter dem erkl&auml;rtermassen EGMR-kritischen britischen Patronat mit grosser Beunruhigung erwartet.
</p>
<p>
	In der Tat schwebte der von der tendenzi&ouml;sen <a href="http://www.justice.gov.uk/about/cbr">Commission for a UK Bill of Rights</a> vorgebrieften britische Regierung nichts weniger vor, als das Recht auf individuelle Beschwerde abzuschaffen und dem EGMR nur mehr die Kompetenz zu belassen, ausgelesene F&auml;lle zu &uuml;berpr&uuml;fen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Certiorari"><em>certiorari</em></a>-System). Ein Leak des Vorentwurfs und daraufhin die geharnischte <a href="http://www.amnesty.org/fr/library/asset/IOR61/003/2012/en/24bb4499-eaeb-4381-a57b-70b912ba023c/ior610032012en.pdf">Intervention</a> einer NGO-Koalition waren sicherlich mitentscheidend daf&uuml;r, dass die finale &laquo;<a href="http://www.coe.int/en/20120419-brighton-declaration/">Brighton Declaration</a>&raquo; in den wesentlichen Punkten entsch&auml;rft wurde. Insbesondere wurde die prim&auml;re Verantwortung der Staaten f&uuml;r die Umsetzung der EMRK bekr&auml;ftigt und dem EGMR zugestanden, dass er die EMRK &laquo;autoritativ interpretiert&raquo;. &Uuml;brig blieb des Bedenklichen genug (Auswahl):
</p>
<ul>
<li>
		Die <strong>K&uuml;rzung der Beschwerdefirst</strong> von 6 auf 4 Monate wird nicht zu weniger, sondern zu schlechteren Beschwerden f&uuml;hren, deren Bearbeitung den EGMR blockiert.
	</li>
<li>
		Nach dem 14. Zusatzprotokoll kann der EGMR Beschwerden abweisen, wenn sie auf nichtigem Anlass beruhen. Die <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/0_101/a35.html"><strong>Schutzklausel</strong></a>, dass der Gerichtshof einen Fall dennoch &uuml;berpr&uuml;fen darf, wenn er auf nationaler Ebene nicht ordentlich gepr&uuml;ft worden war, soll <strong>gestrichen</strong> werden. Im Effekt sind nun die Staaten frei, die Rechtsweggarantie bei kleineren F&auml;llen g&auml;nzlich aufzuheben.
	</li>
<li>
		Das Ministerkomitee wurde bei der <strong>Urteilsumsetzung</strong> entgegen dem Vorentwurf nicht gest&auml;rkt.
	</li>
<li>
		Ein <strong>Beitrag</strong> zum &laquo;<a href="http://www.coe.int/de/human-rights-trust-fund">Human Rights Trust Fund</a>&raquo; wurde gegen&uuml;ber dem Entwurf f&uuml;r <strong>freiwillig</strong> erkl&auml;rt, daf&uuml;r aber die Notwendigkeit einer &laquo;umsichtige Ausgabenpolitik&raquo; betont. Dabei hat die Sekundierung der EGMR-Kanzlei durch nationale Richter gezeigt, dass der Beschwerdeberg am einfachsten und effektivsten durch mehr Personal, also mehr Geld, abgebaut werden kann.
	</li>
</ul>
<p>
	<img alt="" src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/hotel_brighton_beach.png" />
</p>
<p>
	<em>Wo die Pl&auml;ne der Englischen Regierung baden gingen: Obwohl in Brighton der Angriff auf den EGMR abgewendet werden konnte, wollen die Staaten den Gerichtshof nicht st&auml;rken.&nbsp;</em>
</p>
<p>
	<strong>Seilziehen um ein Symbol</strong>
</p>
<p>
	Besondere Erw&auml;hnung verdient der britische Versuch, das Prinzip der &laquo;Subsidiarit&auml;t&raquo; so zu interpretieren, dass damit den nationalen Beh&ouml;rden eine Vorrangstellung vor dem EGMR zukommt (s. schon <a href="http://www.forausblog.ch/uberlastung-des-egmr-polemik-nebel-verhindert-klare-sicht-auf-strassburg/">Blog vom 16.02.2012</a>), und die Doktrin einer &laquo;margin of appreciation&raquo; zu definieren als Freipass f&uuml;r die Staaten, nach eigenen Gutd&uuml;nken abschliessend &uuml;ber die geeignetste Form der EMRK-Umsetzung zu befinden. Beide Prinzipien entspringen zwar der Gerichtspraxis des EGMR, die vorgeschlagene Aufnahme in den Konventionstext h&auml;tte aber ihre urspr&uuml;ngliche Bedeutung als Prinzipien der richterlichen Rechtsauslegung pervertiert und in ihr Gegenteil gekehrt. &laquo;Subsidiarit&auml;t&raquo; und &laquo;margin of appreciation&raquo; werden k&uuml;nftig zwar in die Pr&auml;ambel aufgenommen, entfalten an dieser Stelle aber keine rechtliche Wirkung &ndash; ein Leerlauf, der viel politische Energie gekostet hat.
</p>
<p>
	W&auml;hrend viele Kommentatoren ihre Erleichterung &uuml;ber die endg&uuml;ltige Formulierung der Deklaration zum Ausdruck bringen, stellt sich die grunds&auml;tzliche Frage, wohin der &laquo;Interlaken Prozess&raquo; f&uuml;hren soll. Der EGMR hat in den letzten Jahren durch neue Verfahren und seine Priorisierungspolitik gezeigt, dass ein effektiver, gesamteurop&auml;ischer Menschenrechtsschutz im bestehenden System m&ouml;glich ist. Im Zuge des 14. Zusatzprotokolls schmilzt sogar der Beschwerdeberg langsam, aber sicher dahin. Ungeachtet dieser Erfolge hat sich der Reformprozess einseitig auf eine Beschneidung dieser Errungenschaften versteift.
</p>
<p>
	F&uuml;r die Schweiz bietet sich hier die Gelegenheit, eine moralische Gegenoffensive zu starten und dem <a href="http://assembly.coe.int/ASP/Doc/XrefViewPDF.asp?FileID=18151&amp;Language=EN">Image als finanzpolitischer Paria</a> ihre Vorbildfunktion im Bereich Menschenrechte entgegenzustellen. Voraussetzung ist, dass wir uns diese Themenf&uuml;hrerschaft durch eine musterg&uuml;ltige nationale Rechtsordnung erstreiten: Der Grundrechtsschutz muss entgegen nationalkonservativer Vorbehalte weiter verst&auml;rkt werden. Gute Vorschl&auml;ge im Bereich des Initiativrechts oder der noch unvollst&auml;ndigen Verfassungsgerichtsbarkeit sind bereits auf der politischen Agenda.
</p>
<p>
	<em><strong>David Suter</strong>, lic. iur., ist Doktorand am Z&uuml;rcher Institut f&uuml;r V&ouml;lkerrecht und Mitglied der foraus-Arbeitsgruppe V&ouml;lkerrecht, Kontakt: david.suter@gmx.ch</em>.
</p>
<p>
	<em style="background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; font-style: italic; ">Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren/innen zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Die hier ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge sind pers&ouml;nliche Stellungsnahmen der Autoren/innen. Sie entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sukuk et ijaria à la Bundesplatz: Plaidoyer pour la finance islamique en Suisse</title>
		<link>http://www.forausblog.ch/sukuk-et-ijaria-a-la-bundesplatz-plaidoyer-pour-la-finance-islamique-en-suisse/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 21:45:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzplatz Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Freihandel]]></category>

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		<description><![CDATA[De Julien Briguet &#8211; Vue de la City, la place financi&#232;re suisse appara&#238;t aujourd&#8217;hui assi&#233;g&#233;e. Qu&#8217;en est-il de la strat&#233;gie du Conseil f&#233;d&#233;ral fix&#233;e en 2009 dans le rapport Graber et dont le rapport d&#8217;&#233;valuation annuel fut r&#233;cemment publi&#233;&#160;? Est-ce &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/sukuk-et-ijaria-a-la-bundesplatz-plaidoyer-pour-la-finance-islamique-en-suisse/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
	<em>De Julien Briguet &#8211; </em><strong>Vue de la City, la place financi&egrave;re suisse appara&icirc;t aujourd&rsquo;hui assi&eacute;g&eacute;e. Qu&rsquo;en est-il de la strat&eacute;gie du Conseil f&eacute;d&eacute;ral fix&eacute;e en 2009 dans le rapport Graber et dont le rapport d&rsquo;&eacute;valuation annuel fut r&eacute;cemment publi&eacute;&nbsp;? Est-ce que la place financi&egrave;re suisse est pr&ecirc;te &agrave; faire face aux bouleversements politiques, &eacute;conomiques et financiers du 21&egrave;me si&egrave;cle&nbsp;?</strong><span id="more-1361"></span>
</p>
<div style="font-family: Arial, Verdana, sans-serif; font-size: 12px; color: rgb(34, 34, 34); background-color: rgb(255, 255, 255); ">
<p>
		La finance islamique est une finance men&eacute;e conform&eacute;ment aux r&egrave;gles du Coran et de la l&eacute;gislation qui l&rsquo;interpr&egrave;te. Elle se distingue par des principes de base sp&eacute;cifiques, tels que le refus de lever des int&eacute;r&ecirc;ts, la s&eacute;lection de produits financiers sur la base de crit&egrave;res pr&eacute;cis ou encore l&rsquo;utilisation de produits financiers sp&eacute;cifiques tels Sukuk ou Ijaria. Le gouvernement britannique sous l&rsquo;&egrave;re du <em>New Labour</em> s&rsquo;&eacute;tait montr&eacute; extr&ecirc;mement offensif pour faire de Londres la place d&rsquo;accueil privil&eacute;gi&eacute;e de la finance islamique en dehors du Moyen-Orient &ndash; ardeurs quelque peu frein&eacute;e par la nouvelle coalition &agrave; dominante conservateur. Londres se profile n&eacute;anmoins comme la capitale de la finance islamique hors du Moyen-Orient. En comparaison la Suisse reste largement en de&ccedil;&agrave; de l&rsquo;ambitieuse politique de r&eacute;forme britannique. Pourtant, la place financi&egrave;re suisse poss&egrave;de toutes les qualit&eacute;s requises pour devenir un hub de la finance islamique ou du moins un v&eacute;ritable cluster de comp&eacute;tences.
	</p>
<p>
		<strong>Les avantages suisses</strong>
	</p>
<p>
		La Suisse dispose tout d&rsquo;abord de nombreux atouts&nbsp;: des avoirs sous gestion concern&eacute;s avoisinants les 200 milliards de francs suisse&nbsp;; de nombreuses banques entre Gen&egrave;ve et Z&uuml;rich d&eacute;tenues par des fonds souverains du Moyen-Orient ou de riches familles du Liban et d&rsquo;Arabie Saoudite&nbsp;; enfin, une proximit&eacute; de fuseau horaire avec le Moyen-Orient. A ce titre, Gen&egrave;ve ou Z&uuml;rich pourraient devenir des niches de choix pour la finance islamique.
	</p>
<p>
		<img alt="" src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/Statistik_islam_banking.jpg" />
	</p>
<p>	La finance islamique est un secteur d&rsquo;avenir. Premi&egrave;rement, elle est particuli&egrave;rement prometteuse. Sa croissance est constante et rapide et ses performances restent largement sup&eacute;rieures au march&eacute; (voir ci-dessous). Deuxi&egrave;mement, la puissance financi&egrave;re des fonds souverains du Moyen-Orient n&rsquo;a cess&eacute; de s&rsquo;accro&icirc;tre &agrave; la suite de la hausse du prix du brut et d&rsquo;une strat&eacute;gie d&rsquo;investissements &agrave; long terme d&eacute;velopp&eacute;e par de nombreux Etats de la p&eacute;ninsule arabique. Troisi&egrave;mement, elle appara&icirc;t aujourd&rsquo;hui s&eacute;duisante pour de nombreux investisseurs. En effet, cette dimension &eacute;thique plus ou moins pr&eacute;sente contribue &agrave; rendre le profil de risques des produits de la finance islamique plus lisible et attrayant &ndash; fait particuli&egrave;rement important pour de nombreux investisseurs qui depuis 2008 doivent faire face &agrave; une succession de crises financi&egrave;res et d&rsquo;instabilit&eacute;s syst&eacute;miques.&nbsp;</p>
<p>
		<strong>Pourquoi attendre&nbsp;?</strong>
	</p>
<p>
		A l&rsquo;heure o&ugrave; le Royaume-Uni et la France se lancent dans des r&eacute;formes l&eacute;gislatives et op&eacute;rations innovantes afin d&rsquo;implanter solidement la finance islamique sur leur sol, la Suisse n&rsquo;en d&eacute;bat m&ecirc;me pas. Le gouvernement et les autorit&eacute;s de r&eacute;gulation auraient un r&ocirc;le cl&eacute; &agrave; jouer. Au-del&agrave; de l&rsquo;octroi de licences bancaires &agrave; des banques islamiques, des r&eacute;formes l&eacute;gislatives devraient &ecirc;tre mises en place afin d&rsquo;encourager cette activit&eacute; naissante. Les r&eacute;formes pourraient tout aussi bien concerner les droits de mutation ou d&rsquo;enregistrement que l&rsquo;encouragement au d&eacute;veloppement de produits financiers et de contrats propres &agrave; la finance islamique. Est-ce que la Conf&eacute;d&eacute;ration suisse aura la volont&eacute; politique de sortir de sa politique d&rsquo;autor&eacute;gulation distante envers la place financi&egrave;re&nbsp;? Osera-t-elle envisager une diversification de la place financi&egrave;re en la d&eacute;couplant du secret bancaire&nbsp;?
	</p>
<p>
		<em><strong>Julien Briguet </strong>est membre du comit&eacute; du foraus. Il vit &agrave; Londres et &eacute;tudie &agrave; la London School of Economics and Political Science (LSE).</em>
	</p>
<p>
		<em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; "><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; "><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">Le blog de&nbsp;</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">foraus</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">&nbsp;est un forum mis &agrave; disposition tant des membres de&nbsp;</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; border-style: initial; border-color: initial; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">foraus</em><em>&nbsp;que d&rsquo;auteur-e-s invit&eacute;-e-s. Les contributions publi&eacute;es ici repr&eacute;sentent les opinions de leurs auteur-e-s. Elles ne refl&egrave;tent pas n&eacute;cessairement l&rsquo;avis de la r&eacute;daction ou de l&rsquo;association&nbsp; foraus.</em></em></em>
	</p>
</div>
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		<title>Auf den Sonderweg geschickt: Schweizer Identität im 21. Jahrhundert</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 07:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Identität Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Über foraus]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Oliver Thommen &#8211; Wirtschaftskrise, Migration und Europ&#228;ische Integration sind nur einige der Begriffe, welche das Schweizer Selbstverst&#228;ndnis ersch&#252;ttert zu haben scheinen. Zudem scheint sich die Akzeptanz f&#252;r Schweizer Positionen im Ausland zu verringern. Zeit, dass sich die neu formierte &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/auf-den-sonderweg-geschickt-schweizer-identitat-im-21-jahrhundert/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Oliver Thommen</em><em> </em>&ndash;<em> </em><strong>Wirtschaftskrise, Migration und Europ&auml;ische Integration sind nur einige der Begriffe, welche das Schweizer Selbstverst&auml;ndnis ersch&uuml;ttert zu haben scheinen. Zudem scheint sich die Akzeptanz f&uuml;r Schweizer Positionen im Ausland zu verringern. Zeit, dass sich die neu formierte Arbeitsgruppe &bdquo;<a href="http://www.foraus.ch/de/ueber-uns/arbeitsgruppen/identitat-schweiz/">Identit&auml;t Schweiz</a>&ldquo; diesen Problematiken annimmt.</strong><span id="more-1338"></span></p>
<p>Identit&auml;t ist ein vielschichtiger Prozess, der jeden Menschen Zeit seines Lebens einnimmt. Ohne Verst&auml;ndnis der eigenen Person w&auml;re jede Interaktion mit anderen Menschen Makulatur. Erst durch die reflexive Wahrnehmung des Selbst durch sich selbst und die Wahrnehmung durch andere, k&ouml;nnen wir uns als Individuen begreifen und werden handlungsf&auml;hig. Was f&uuml;r eine Person gilt, kann auch &uuml;ber Gruppen oder Kollektive gesagt werden.</p>
<p>Doch wie l&auml;sst sich die Identit&auml;t eines Landes beschreiben? Normalerweise wird davon ausgegangen, dass ein Staat einer nationalen Identit&auml;t entspringt, also ein Nationalstaat ist; und dass sich eine Nation &uuml;ber eine gemeinsame Sprache, Tradition und Abstammung definiert. Doch schnell wird klar, dass dies kaum je der Fall ist &ndash; insbesondere nicht in der Schweiz.</p>
<p><strong>Ein Land ohne Nation</strong></p>
<p>Die Schweiz br&uuml;stet sich mit vier Landessprachen, welche der Findung einer einheitlichen Identit&auml;t kaum dienlich ist. Selbiges gilt f&uuml;r die Tradition: Stets war das schweizerische Staatsgebiet in gr&ouml;sseren r&auml;umlichen Kontexten zu verstehen, die Grenzen des im 19. Jahrhunderts gegr&uuml;ndeten Staates waren zun&auml;chst vor allem Zollgrenzen und nicht Grenzen des menschlichen Zusammenlebens. Letztlich ist auch die Idee einer gemeinsamen Abstammung dank der biologischen Erkenntnisse des sp&auml;teren 20. Jahrhunderts und der Migrationsforschung widerlegt worden. Der Nationalstaat, die Nation kann im Fall der Schweiz also nicht der &uuml;bergeordnete Referenzrahmen f&uuml;r eine Identit&auml;t sein.</p>
<p style="text-align: center;"><div id="attachment_1352" class="wp-caption aligncenter" style="width: 187px"><img src="../wp-content/uploads/Insel-in-mitten-von-Europa-Die-Schweiz..png" alt="Insel in mitten von Europa: Die Schweiz." title="Insel in mitten von Europa: Die Schweiz." class="size-full wp-image-1352 wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter" height="163" width="177" /><p class="wp-caption-text">Insel in mitten von Europa: Die Schweiz.</p></div><em> </em></p>
<p>&Auml;hnlich wie sich sp&auml;ter Deutschland nach dem 2. Weltkrieg seine Geschichte zu erkl&auml;ren versuchte, vollzog die junge Schweiz des 19. Jahrhunderts deshalb eine Volte. Die traditionellen Erkl&auml;rungsmuster der eigenen nationalen Identit&auml;t wurden &uuml;ber Bord geworfen und es wurde eine Art Anti-These konstruiert: Die Schweiz als demokratischer Sonderfall inmitten des autorit&auml;ren Europas. Dies ging so lange gut, wie die europ&auml;ische Umgebung tats&auml;chlich autorit&auml;r war. Doch sp&auml;testens nach der europ&auml;ischen Einigung funktioniert diese Anti-These des Schweizer Sonderwegs nicht mehr, auch wenn diese zuweilen noch hochgehalten wird und das Autorit&auml;re in die europ&auml;ische Verwaltung projiziert wird.</p>
<p><strong>Me, myself and I</strong></p>
<p>Es ist schliesslich diese Identit&auml;tskrise, welche den Problemen der Schweizer Politik der letzten 20 Jahren ihren Stempel aufgedr&uuml;ckt hat: Exemplarisch zeigte sich dies sowohl bei der EWR-Abstimmung in den fr&uuml;hen 90er Jahren als auch bei der Minarett-Initiative. Die Schweiz ist auf der Suche nach ihrer Identit&auml;t innerhalb Europas und der Welt. Wird davon ausgegangen, dass sich Identit&auml;t &uuml;ber das Andere konstruiert, ergibt sich die aussenpolitische Relevanz f&uuml;r die Frage nach der eigenen Identit&auml;t. Denn nur wer Vorstellung davon hat, wer er/sie ist, weiss, was er/sie will. Positionen lassen sich so besser finden, gesellschaftlich breit abst&uuml;tzen und schliesslich gegen&uuml;ber dem Anderen vertreten.</p>
<p><em><strong>Oliver Thommen </strong><em>(27), lebt i</em>n Basel, studierte Geschichte, Islamwissenschaft und Soziologie. Er ist Redaktor des foraus-Blog und Leiter der Arbeitsgruppe Identit&auml;t Schweiz.</em></p>
<p><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; font-style: italic; ">Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren/innen zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Die hier ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge sind pers&ouml;nliche Stellungsnahmen der Autoren/innen. Sie entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nur ein Papiertiger? Wieso die Schweiz am UNO Arms Trade Treaty mitmachen muss</title>
		<link>http://www.forausblog.ch/nur-ein-papiertiger-wieso-die-schweiz-am-uno-arms-trade-treaty-mitmachen-muss/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 13:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Freihandel]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen-rechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Jonas Schmid &#8211; Die Frage nach der Regulierung der Waffenverk&#228;ufe stellt sich schon lange, jedoch gen&#252;gen &#228;ltere Abkommen heute nicht mehr. Besonders seit 9/11, als Terrorismus und illegaler Waffenhandel zu &#246;ffentlichen Debatten wurden, hat sich die intergouvernementale Diskussion dazu &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/nur-ein-papiertiger-wieso-die-schweiz-am-uno-arms-trade-treaty-mitmachen-muss/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Jonas Schmid</em><em> </em>&ndash;<em> </em><strong>Die Frage nach der Regulierung der Waffenverk&auml;ufe stellt sich schon lange, jedoch gen&uuml;gen &auml;ltere Abkommen heute nicht mehr. Besonders seit 9/11, als Terrorismus und illegaler Waffenhandel zu &ouml;ffentlichen Debatten wurden, hat sich die intergouvernementale Diskussion dazu in Richtung eines Neu-Entwurfes eines Abkommens verst&auml;rkt.</strong><span id="more-1323"></span></p>
<p>Die UNO-Generalversammlung hat in dessen Vorbereitungsphase den Waffenhandelsvertrag (ATT) als &ldquo;legal bindendes Abkommen, welches Standards f&uuml;r den Import, Export und den Transfer von konventionellen Waffen etabliert&rdquo; bezeichnet, mit dem Ziel, dass allgemein g&uuml;ltige nationale Lizenzsysteme und interne Kontrolle den illegalen Waffenhandel verhindern. Nun soll vom 2. bis zum 27. Juli 2012 eine Konferenz zu diesem Thema stattfinden, mit dem Ziel am Ende einen m&ouml;glichst umfassenden v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertrag zu unterzeichnen.</p>
<p>Die vorbereitende Kommission des ATT hat sich zum Ziel gesetzt, &bdquo;Loopholes&ldquo; zu regeln und ausserdem eine abschliessende Liste zu erstellen, nach welchen G&uuml;ter als &bdquo;milit&auml;risch&ldquo; klassifiziert werden k&ouml;nnen. Dies geschieht aus der Klassifizierungsproblematik von &bdquo;dual-use&ldquo; G&uuml;tern heraus, welche auch in der Schweiz f&uuml;r zivile Zwecke exportiert werden, deshalb nicht unter die Kriegsmaterialexportgesetzgebung fallen, aber in wenigen Handgriffen zu milit&auml;rischen Zwecken umgebaut werden k&ouml;nnen (z.B. Pilatus PC-9 Flugzeuge).</p>
<p><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-1324" height="300" src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/Ist-der-ATT-das-richtige-Mittel.-Krieg-ist-Business-Quelle-coat.ncf_.ca_.-262x300.gif" title="(Quelle: coat.ncf.ca)" width="262" /></p>
<p><strong>Verhaltene Veto-M&auml;chte</strong></p>
<p>Seit 1991 gibt es deshalb im Rahmen der UNO ein Register f&uuml;r Klein- und Grosswaffen, was der erste Schritt zu mehr Transparenz war und 2001 durch die &nbsp;Konvention zum transnationalen organisierten Verbrechen von einem Protokoll erg&auml;nzt wurde. Eine Dekade sp&auml;ter hat nun die vorberatende Kommission im Sommer 2012 den Arms Trade Treaty auf die Agenda gesetzt.</p>
<p>Bei den Abstimmungen &uuml;ber die vorbereitenden GV-Resolutionen haben sich China und Russland enthalten, die USA haben sogar dagegen gestimmt. Das Nein der Vetom&auml;chte f&uuml;r dieses Unterfangen schm&auml;lert &nbsp;den Anwendungsbereich und die N&uuml;tzlichkeit des Abkommens enorm. Jedoch hat sich die EU f&uuml;r einen Vertrag ausgesprochen, was angesichts der wirtschaftlichen Interdependenzen der Schweiz ein Interesse wecken sollte, dies ebenfalls zu tun. Die USA hat sich aber zum Ziel gesetzt, den Vertrag nach Konsensus zu elaborieren. Deshalb wird es enorm schwierig, sich nicht in Prinzipen zu verlieren und etwas Konkretes rauszuholen.</p>
<p><strong>Vorteil statt Alleingang</strong></p>
<p>Laut Amnesty International m&uuml;sste durch die Etablierung von internationalen Standards vor allem die nationale Autorisierungsprozedur und die Versicherungen des Endben&uuml;tzers, welche den Nutzen der Lieferung bekannt geben m&uuml;ssen, prominent im Vertrag vorhanden sein. Aber auch Transparenz in der Autorisierungsprozedur und im Transport sowie Mechanismen, welche die Einhaltung von den vertraglichen Pflichten &uuml;berwachen k&ouml;nnte, sind n&ouml;tig. &nbsp;Solche &Uuml;berpr&uuml;fungen n&uuml;tzen aber nicht pr&auml;ventiv, da der Vertragsbruch erst nach einer unrechtm&auml;ssigen Gewalttat festgestellt werden kann. Deshalb sind nach wie vor auch stringente nationale Regulierungen und Einzelfallbeurteilungen der Situation unabdingbar.</p>
<p>Ein Arms Trade Treaty w&uuml;rde der Schweiz folgende Vorteile bringen:</p>
<p style="margin-left: 40px;">1. Standards st&auml;rken die internationale Koh&auml;renz von Waffenlieferungsabkommen und sind ein wichtiger Schritt f&uuml;r den Schutz der Menschenrechte. Der Schutz der Menschenrechte sollte der Schweiz am Herzen liegen, gibt es doch in den spezifischen Gesetzen zum Kriegsmaterialexport Artikel, welche den Schutz der Menschenrechte&nbsp; einfordern und ohne deren Respekt ein Export verboten ist. Daneben besteht auch ein Verfassungsprinzip (art. 54 abs. 2 BV): Ausl&auml;ndische Angelegenheiten der Schweiz m&uuml;ssen dem Grundsatz der Achtung der Menschenrechte, der F&ouml;rderung der Demokratie und des friedlichen Zusammenlebens aller V&ouml;lker folgen.</p>
<p style="margin-left: 40px;">2. Die Schweiz k&ouml;nnte sich innerhalb Europas gut positionieren und w&auml;re nicht Aussenseiter. Aufgrund &auml;hnlicher humanit&auml;rer Ideale (vgl. EMRK) und starker Interdependenz w&auml;re es unvorteilhaft, sich nicht mit europ&auml;ischen Partnern an einem Strick zu ziehen. Acht der zehn gr&ouml;ssten Exportnationen sind europ&auml;ische L&auml;nder, da w&uuml;rde es kaum Sinn machen andere Lizenzsysteme zu entwickeln.</p>
<p><em><strong>Jonas Schmid</strong> (23), studierte Internationale Beziehungen mit Fokus Politikwissenschaft in Genf und Bern. Als foraus-Mitglied engagierte er sich im Rahmen des e-Diplomacy-Projektes von foraus und dem EDA zum Thema Sicherheitspolitik. Der Blogbeitrag ist eine gek&uuml;rzte Version aus diesem Projekt.</em></p>
<p><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; font-style: italic; ">Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren/innen zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Die hier ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge sind pers&ouml;nliche Stellungsnahmen der Autoren/innen. Sie entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.</em></p>
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		<title>Réforme du Conseil de Sécurité : Small-5 contre P-5</title>
		<link>http://www.forausblog.ch/reforme-du-conseil-de-securite-small-5-contre-p-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 07:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Fanny Charmey &#8211; La Suisse, en collaboration avec les Etats du groupe des Small-5 (Costa Rica, Jordanie, Liechtenstein, Singapour), a soumis aupr&#232;s de l&#8217;Assembl&#233;e G&#233;n&#233;rale de l&#8217;ONU un projet de r&#233;solution concernant la r&#233;forme du Conseil de S&#233;curit&#233;. Une &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/reforme-du-conseil-de-securite-small-5-contre-p-5/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Fanny Charmey</em><strong> &#8211; La Suisse, en collaboration avec les Etats du groupe des Small-5 (Costa Rica, Jordanie, Liechtenstein, Singapour), a soumis aupr&egrave;s de l&rsquo;Assembl&eacute;e G&eacute;n&eacute;rale de l&rsquo;ONU un projet de r&eacute;solution concernant la r&eacute;forme du Conseil de S&eacute;curit&eacute;. Une version &eacute;dulcor&eacute;e de ses v&eacute;ritables motivations, mais tout en accord avec les principes du consensus onusien. </strong><span id="more-1293"></span></p>
<p>Les projets de r&eacute;forme du Conseil de S&eacute;curit&eacute; enrichissent les d&eacute;bats autour des Nations Unies depuis une vingtaine d&rsquo;ann&eacute;es. On comprendra les motivations des Etats membres &agrave; vouloir changer une situation qui donne la part belle aux vainqueurs de la Deuxi&egrave;me guerre mondiale et &agrave; une poign&eacute;e d&rsquo;autres &eacute;lus biennaux, et qui leur offre tout pouvoir sur les quelques 193 membres de l&rsquo;Assembl&eacute;e G&eacute;n&eacute;rale. Le casse-t&ecirc;te institutionnel que pose une r&eacute;forme du Conseil de S&eacute;curit&eacute; vient du fait que les membres sur lesquels repose la d&eacute;cision finale d&rsquo;une possible r&eacute;forme sont ceux poss&eacute;dant le tr&egrave;s convoit&eacute; veto, freinant ainsi toute acceptation de proposition. Si la r&eacute;solution &agrave; laquelle la Suisse prend activement part n&rsquo;est pas bouleversante, elle a l&rsquo;avantage de mettre le pied dans l&rsquo;embrasure de la porte de mani&egrave;re tr&egrave;s diplomatique. La Suisse joue un joli coup, qu&rsquo;il faut saluer, m&ecirc;me si une certaine frustration se ressent face &agrave; la lenteur du processus incr&eacute;mental.<a href="http://www.news.ch/Schweizer+Botschafter+will+UNO+Sicherheitsrat+erweitern/531944/detail.htm" rel="" style="" target="" title=""><div id="attachment_1296" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img style="" src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/255684-4342951-300x166.jpg" alt="Small-5  et la Suisse pour la r&amp;eacute;forme: Le Conseil de S&amp;eacute;curit&amp;eacute;. (Quelle: news.ch)" title="Small-5  et la Suisse pour la r&amp;eacute;forme: Le Conseil de S&amp;eacute;curit&amp;eacute;. (Quelle: news.ch)" class="size-medium wp-image-1296  wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter" height="166" width="300" /><p class="wp-caption-text">Small-5 et la Suisse pour la r&eacute;forme: Le Conseil de S&eacute;curit&eacute;. (Quelle: news.ch)</p></div></a></p>
<p><strong>Droit de veto d&eacute;mocratiquement restreint</strong></p>
<p>Il sera en effet difficile au Conseil de S&eacute;curit&eacute; de justifier un refus de ces mesures, tant elles sont consensuelles et ne mettent pas en danger l&rsquo;h&eacute;g&eacute;monie des P-5, les cinq Etats au si&egrave;ge permanent et au droit de veto (China, Russie, France, Grande-Bretagne et Etats-Unis). Depuis la premi&egrave;re version de son projet de r&eacute;solution soumis en 2006, la Suisse souligne qu&rsquo;elle ne cherche en aucun cas &agrave; porter atteinte &agrave; l&rsquo;h&eacute;g&eacute;monie des puissants, ni &agrave; leur soustraire leur responsabilit&eacute; en faveur de l&rsquo;Assembl&eacute;e G&eacute;n&eacute;rale. Mais soyons honn&ecirc;tes, derri&egrave;re toutes les expressions visant &agrave; am&eacute;liorer qui le fonctionnement du Conseil, qui sa transparence ou sa repr&eacute;sentativit&eacute;, se cache inexorablement la question centrale du droit de veto. S&rsquo;il est clair que la Suisse ne veut pas du veto onusien, elle trouve l&agrave; une mani&egrave;re habile de s&rsquo;approcher d&rsquo;une restriction de ce droit en arguant que, selon les principes de la d&eacute;mocratie et de la transparence, son utilisation devrait &ecirc;tre proscrite dans les cas de g&eacute;nocide, de crimes de guerre et de crimes contre l&rsquo;humanit&eacute;.</p>
<p><strong>Prouesse diplomatique</strong></p>
<p>Si d&rsquo;aucuns souriront d&rsquo;une telle concession et verront l&agrave; une courbette diplomatique devant un cul-de-sac institutionnel, ils oublient que la Suisse montre une constance honorable dans ses positions. Position qu&rsquo;elle d&eacute;fend depuis les sommets de 2000-2005 traitant pr&eacute;cis&eacute;ment de ce sujet. De plus, une analyse de l&rsquo;&eacute;volution s&eacute;mantique et formelle du projet &agrave; la r&eacute;solution de la semaine derni&egrave;re rend palpable le d&eacute;fi consensuel. Elle se conclut par une adroite mise en valeur de la question centrale du veto, un tour de force helv&eacute;tique.</p>
<p><strong>Man&oelig;uvre strat&eacute;gique pour LE challenge du multilat&eacute;ralisme</strong></p>
<p>En conclusion, la r&eacute;solution soumise &agrave; l&rsquo;Assembl&eacute;e G&eacute;n&eacute;rale est le r&eacute;sultat d&rsquo;un travail de longue haleine de la Suisse, d&rsquo;une r&eacute;flexion multilat&eacute;rale intense et d&rsquo;une coalition improbable mais n&eacute;anmoins pertinente d&rsquo;acteurs, soit, petits, mais jouissant d&rsquo;un &eacute;cho tr&egrave;s favorable sur la sc&egrave;ne internationale et dans les diff&eacute;rents blocs onusiens. Si les mesures demeurent modestes &agrave; premi&egrave;re vue, elles ont l&rsquo;avantage d&rsquo;&ecirc;tre subtilement contraignantes pour changer sans d&eacute;ranger. Les Small-5 ont un avantage certain dans la course &agrave; la r&eacute;forme.</p>
<p>Au del&agrave; des int&eacute;r&ecirc;ts de l&rsquo;Union Africaine ou des BRICS pour une r&eacute;forme drastique du Conseil qui crispe les P5, la proposition des Small-5 s&rsquo;inscrit dans une dynamique plus neutre et moins offensive. Elle leur offre en effet la possibilit&eacute; d&rsquo;enfin calmer l&rsquo;opinion &agrave; propos du statu quo des organes onusiens en agissant commod&eacute;ment autant sur le contenu que sur la forme du Conseil de S&eacute;curit&eacute;. L&rsquo;acceptation de cette r&eacute;solution, d&rsquo;une part par l&rsquo;Assembl&eacute;e G&eacute;n&eacute;rale puis, peut-&ecirc;tre, par le Conseil de S&eacute;curit&eacute;, sera davantage le r&eacute;sultat d&rsquo;une estimation strat&eacute;gique des membres du Conseil quant aux autres projets de r&eacute;forme que d&rsquo;une v&eacute;ritable volont&eacute; r&eacute;volutionnaire. Si cette r&eacute;alit&eacute; para&icirc;t bien &eacute;loign&eacute;e des id&eacute;aux d&eacute;mocratiques sous-jacent &agrave; la r&eacute;solution, c&rsquo;est en jouant le jeu des P-5 que les Small-5 peuvent se targuer d&rsquo;amorcer l&rsquo;un des plus importants d&eacute;fis de la politique internationale de ce d&eacute;but de si&egrave;cle.</p>
<p><em>Fanny Charmey, 25 ans, lic. phil., responsable du groupe de travail &laquo;Organisations Internationales&raquo; de foraus.</em></p>
<p><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; "><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; "><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">Le blog de&nbsp;</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">foraus</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">&nbsp;est un forum mis &agrave; disposition tant des membres de&nbsp;</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">foraus</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">&nbsp;que d&rsquo;auteur-e-s invit&eacute;-e-s. Les contributions publi&eacute;es ici repr&eacute;sentent les opinions de leurs auteur-e-s. Elles ne refl&egrave;tent pas n&eacute;cessairement l&rsquo;avis de la r&eacute;daction ou de l&rsquo;association&nbsp;</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">foraus</em><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; overflow-x: hidden; position: relative; font-style: italic; background-position: initial initial; background-repeat: initial initial; ">.</em></em></em></p>
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		<title>La dame de fer s’oxyde &#8211; ou comment la place financière suisse devrait attirer la spéculation</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 09:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>foraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzplatz Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Julien Briguet &#8211; Vue de la City, la place financi&#232;re suisse appara&#238;t aujourd&#8217;hui assi&#233;g&#233;e. Qu&#8217;en est-il de la strat&#233;gie du Conseil f&#233;d&#233;ral fix&#233;e en 2009 dans le rapport Graber et dont le rapport d&#8217;&#233;valuation annuel fut r&#233;cemment publi&#233;? Est-ce &#8230; <a href="http://www.forausblog.ch/la-dame-de-fer-soxyde-ou-comment-la-place-financiere-suisse-devrait-attirer-la-speculation/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Julien Briguet</em> &#8211; <strong>Vue de la City, la place financi&egrave;re suisse appara&icirc;t aujourd&rsquo;hui assi&eacute;g&eacute;e. Qu&rsquo;en est-il de la strat&eacute;gie du Conseil f&eacute;d&eacute;ral fix&eacute;e en 2009 dans le rapport Graber et dont le rapport d&rsquo;&eacute;valuation annuel fut r&eacute;cemment publi&eacute;? Est-ce que la place financi&egrave;re suisse est pr&ecirc;te &agrave; faire face aux bouleversements politiques, &eacute;conomiques et financiers du 21&egrave;me si&egrave;cle?</strong><span id="more-1252"></span></p>
<p><em>Ce blog est le troisi&egrave;me d&rsquo;une s&eacute;rie visant &agrave; jeter un aper&ccedil;u sur les strat&eacute;gies de d&eacute;veloppement de la place financi&egrave;re suisse tout en gardant un &oelig;il sur son actualit&eacute; particuli&egrave;rement riche depuis 2008.</em></p>
<p>L&rsquo;industrie des hedge funds poss&egrave;de une r&eacute;putation sulfureuse. En effet, l&rsquo;imaginaire collectif tend &agrave; associer les hedges funds aux d&eacute;rives de la finance et &agrave; r&eacute;sumer l&rsquo;ensemble de leurs activit&eacute;s sous le mot anath&egrave;me de &laquo;sp&eacute;culation&raquo;. Ce type d&rsquo;analyse m&eacute;lange cause et cons&eacute;quence. La sp&eacute;culation r&eacute;v&egrave;le des d&eacute;s&eacute;quilibres macro&eacute;conomiques, des n&eacute;cessit&eacute;s d&rsquo;ajustement ou des d&eacute;ficits de r&eacute;gulation mais n&rsquo;en est pas &agrave; l&rsquo;origine. Les causes de ces ph&eacute;nom&egrave;nes sont sous-jacentes et sont souvent les r&eacute;sultats de d&eacute;cisions politiques. La sp&eacute;culation force des ajustements n&eacute;cessaires que les autorit&eacute;s tendent &agrave; retarder pour des raisons qui restent essentiellement politiques ou &eacute;lectoralistes. Elle permet ainsi, tout en d&eacute;gageant certes d&rsquo;importants profits, de forcer les politiques, en quelques jours ou parfois m&ecirc;me en quelques heures, &agrave; agir ou &agrave; supporter les cons&eacute;quences d&rsquo;erreurs politiques pass&eacute;es. Au fond, la sp&eacute;culation est un bien public et la Suisse serait bien avis&eacute;e de l&rsquo;attirer pour sa prosp&eacute;rit&eacute; future.</p>
<p><strong>Succ&egrave;s partiel</strong></p>
<p>Le Conseil f&eacute;d&eacute;ral r&eacute;forma en 2007 la loi sur les placements collectifs de capitaux en permettant la cr&eacute;ation de la soci&eacute;t&eacute; en commandite de placements collectifs (parall&egrave;le civil du limited-partnership anglo-saxon) et l&rsquo;am&eacute;lioration des conditions fiscales notamment en mati&egrave;re de r&eacute;mun&eacute;ration. L&rsquo;attractivit&eacute; de la gestion d&rsquo;investissement alternatif fut ainsi consid&eacute;rablement renforc&eacute;e en Suisse. L&rsquo;arriv&eacute;e discr&egrave;te mais importante des deux groupes Brevan Howard et BlueCrest &agrave; Gen&egrave;ve fut interpr&eacute;t&eacute;e comme un succ&egrave;s de cette premi&egrave;re r&eacute;forme. Pourtant, la solution de Gen&egrave;ve s&rsquo;impose plus par n&eacute;cessit&eacute; que v&eacute;ritable choix. Gen&egrave;ve n&rsquo;appara&icirc;t toujours pas comme une alternative solide &agrave; Londres dont la perte d&rsquo;attractivit&eacute; reste encore toute relative. Le gain d&rsquo;attractivit&eacute; de la place financi&egrave;re suisse reste limit&eacute; car la r&eacute;forme est incompl&egrave;te : en effet, l&rsquo;imposition des managers de hedges funds et l&rsquo;optimisation de la structure fiscale de ces fonds restent probl&eacute;matiques.</p>
<p style="text-align: center;"><div id="attachment_1255" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img style="" alt="" class="size-medium wp-image-1255  wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter wp-caption aligncenter" src="http://www.forausblog.ch/wp-content/uploads/Arriv%C3%A9e-des-Hedge-Funds-%C3%A0-Gen%C3%A8ve-300x152.jpg" title="Arriv&eacute;e des Hedge Funds &agrave; Gen&egrave;ve" height="152" width="300" /><p class="wp-caption-text">Arriv&eacute;e des Hedge Funds &agrave; Gen&egrave;ve</p></div></p>
<p><strong>Nouveaux d&eacute;fis</strong></p>
<p>La r&eacute;cente r&eacute;forme de la l&eacute;gislation europ&eacute;enne en la mati&egrave;re pose de nouveaux d&eacute;fis au l&eacute;gislateur suisse charg&eacute; de trouver une solution euro compatible qui ne nuirait pas &agrave; l&rsquo;attractivit&eacute; de la place financi&egrave;re suisse. Le projet actuel de r&eacute;vision du droit des hedges funds par le Conseil f&eacute;d&eacute;ral reste largement insuffisant pour renforcer l&rsquo;attractivit&eacute; de la place financi&egrave;re suisse et t&eacute;moigne d&rsquo;une difficult&eacute; &agrave; penser de mani&egrave;re proactive et agressive l&rsquo;avenir de l&rsquo;investissement alternatif en Suisse en collaboration &eacute;troite avec les milieux concern&eacute;s. L&rsquo;audacieux contre-projet d&eacute;velopp&eacute; par la banque Rotschild (Contre-projet Alexandre Col), ignor&eacute; dans le projet du Conseil f&eacute;d&eacute;ral, est un excellent signe des besoins de la place financi&egrave;re suisses et du manque de collaboration avec les autorit&eacute;s f&eacute;d&eacute;rales. Enfin, au-del&agrave; des questions de r&eacute;mun&eacute;ration, de fiscalit&eacute; et d&rsquo;adaptation de la l&eacute;gislation europ&eacute;enne, les conditions-cadres g&eacute;n&eacute;rales (marche du travail, visas et lois migratoires) restent d&eacute;favorables au d&eacute;veloppement d&rsquo;un v&eacute;ritable cluster.</p>
<p>La Suisse poss&egrave;de de nombreux atouts pour devenir un pays leader de l&rsquo;investissement alternatif. Contrairement &agrave; d&rsquo;autres places financi&egrave;res innovantes telles Luxembourg ou Londres, la Suisse semble pourtant s&rsquo;en d&eacute;tourner. Quelle est la strat&eacute;gie suisse ? Ni les rapports, ni les actions du Conseil f&eacute;d&eacute;ral ne semblent l&rsquo;indiquer.</p>
<p><em style="background-image: initial; background-attachment: initial; background-origin: initial; background-clip: initial; background-color: transparent; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; vertical-align: baseline; font-style: italic; "><strong>Julien Briguet</strong> est membre du comit&eacute; du foraus. Il vit &agrave; Londres et &eacute;tudie &agrave; la London School of Economics and Political Science (LSE).</em></p>
<p><em style="background-color: transparent; border-width: 0px; margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; font-style: italic;">Der foraus-Blog ist ein Forum, das sowohl den foraus-Mitgliedern als auch Gastautoren/innen zur Verf&uuml;gung gestellt wird. Die hier ver&ouml;ffentlichten Beitr&auml;ge sind pers&ouml;nliche Stellungsnahmen der Autoren/innen. Sie entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion oder des Vereins foraus.</em></p>
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